Die Weltgeschichte und wir

Ich habe in der Glosse „Spielstätten und Leerstände II“ den Wert betont, der für uns im „Archipel“ nutzbar wird, wenn wir von Geschäftsleuten Räume zur Verfügung gestellt bekommen.

Martina Brandl und Richard Mayr beim Arrangieren.

Das handelt derzeit vor allem von zwei Objekten im Stadtzentrum, die zur Straße hin große Fenster haben. So können wir an einer Schnittstelle zwischen Innen und Außen Themen anbieten, die wir in der jeweiligen Internet-Dokumentation vertiefen.

Das gibt der regionalen Wissens- und Kulturarbeit spezielle Möglichkeiten. Was wir in unserer privaten Kulturformation an Mitteln akquirieren können, und das ist keineswegs geringfügig, kann auf dem Weg komplett als Aktionsbudget für die laufende Arbeit genutzt werden. Wir müssen unsere Kräfte nicht für den Erhalt einer eigenen Spielstätte binden.

In diesem Modus arbeiten wir derzeit einen größeren Themenkomplex heraus: „Weltgeschichte berührt Regionalgeschichte“. Das aktuelle Teilthema ist die Fotografie. Dazu finden Sie aktuell in einem Fenster in der Weizerstraße 4 (neben dem Eissalon „Reina“) eine kleine Schau historischer Kameras vor dem Hintergrund eines Ölgemäldes.

Ein Glasnegativ aus dem 19. Jahrhundert.

Im 19. Jahrhundert begannen die Menschen anders auf die Welt zu blicken, weil die Fotografie und schließlich das Kino sich durchsetzten. Ein Stück Weltgeschichte, das sich auch im Raum Gleisdorf ereignet hat, wie wir an einigen Beispielen zeigen können. Derzeit in „Licht 2.0“ (Eine Erzählung).

Wir werden solche Überlegungen noch in andere Genres verzweigen und nachvollziehbar machen, wie es kam, daß die Provinz an etlichen Stellen nicht mehr provinziell ist. Das ordne ich in einem zeitlichen „Doppelfenster“ an: a) 1820 bis 1920, b) 1920 bis 2020. Vom Straßendorf und Markt zur Kleinstadt und Stadterhebung: Was wurde und was haben wir daraus gemacht?

+) Spielstätten und Leerstände II
+) Licht 2.0 (Eine Erzählung)
+) Archipel