Die KI hat keinen Esprit

Je weiter wir im Archipel das Thema „Künstliche Intelligenz“ erkunden, desto unübersehbarer wird, daß der Begriff extrem irreführend ist.

Architekt Joachim Karner ist mit Detailfragen befaßt.

Das KI-System tut etwas essenziell anderes als der menschliche Geist. Aber die Formulierung hat sich etabliert. Dagegen läßt sich nichts ausrichten. Da mag es für uns nützlich sein, deutlicher herauszuarbeiten, welcher Art diese „Maschinenintelligenz“ ist und was dem gegenüber unsere menschliche Domäne bleibt.

Wir haben im „Archipel“ dazu ein Arbeitsfeld aufgemacht, das mit dem jungen Projekt „Art Challenge“ verknüpft ist. Das bedeutet nicht, wir geben künstlerische Arbeit an die KI ab, sondern wir begleiten manche künstlerischen Prozeßmomente auf einer „Nebenfahrbahn“ mit Mitteln der KI.

Das hat vorerst einen sehr spielerischen Charakter, um Eindrücke zu gewinnen, wie diverse KI-Systeme arbeiten, was sie uns anbieten, liefern. Esprit gehört übrigens nicht zu den Qualitäten der Maschine. Ein kleines Beispiel.

Die stabile Basis der Skulptur.

In Martina Brandls Projekt „Aufgelegt“, das sich erweiternd auf „An solchen Tagen“ (Krusche & Mayr) bezieht, hat Tanja Alber mit ihrem Konzept zu einer Skulptur für eine Situation gesorgt, die sehr unterschiedliche handwerkliche Kompetenzen verlangt. Außerdem wirft das Fragen der Statik auf. Dieser Prozeß wird im Web laufend dokumentiert. Auf das Thema Statik hat die KI mit folgender Mitteilung reagiert:

„Das ist eine interessante Frage! Laut dem Artikel wurde bei der Skulptur von Tanja Alber, die aus Buch-Objekten von ‚An solchen Tagen‘ entsteht, die Lösung einiger Statik-Fragen nötig. Es wurden Metallprofile angefertigt, um das tragende Gerüst der Skulptur zu bilden. Leider gibt der Artikel keine detaillierten Informationen über die spezifischen Statik-Fragen und ihre Lösungen. Es ist jedoch offensichtlich, dass die Künstler und Künstlerinnen eine Lösung gefunden haben, um die Stabilität der Skulptur zu gewährleisten. Die Ausstellung ‚artgerecht‘ wird voraussichtlich mehr über das Projekt und die künstlerische Umsetzung preisgeben, insbesondere am 8. Mai 2026 in Gleisdorf.“

+) Achter Mai 2026: „artgerecht“
+) Aufgelegt (Ein Prozeß)
+) Art Challenge