Ich hab hier eben zwei erfahrene Unternehmer, Jürgen Kapeller und Richard Mayr, nach unserer jüngsten Besprechung per KI in eine Computerzentrale verfrachten lassen.

Techniker Kapeller spielt als Science Fiction-Autor Szenarien durch, die über unsere Realität hinausreichen. Mayr ist unter anderem als erfahrener Natur-Fotograf mit dem vertraut, was gewachsen ist und nicht von Menschen gemacht wurde. Ein interessanter Kontrast.
Das Thema KI liefert uns nun Schnittpunkte, weil wir das im Kulturforum „Archipel“ seit einiger Zeit bearbeiten. Es ist ja auch für mich als Künstler höchst fordernd, was da über den Horizont heraufdämmert.
„Man muß sich dem stellen“, sagt Kapeller ganz unaufgeregt. Die heimische Wirtschaft sei davon noch eher überfordert, konstatiert er, die Politik sowieso, weil die generative KI ein völlig anderes Denken nicht bloß verlangt sondern erzwingt.
Wir hatten jüngst über tapfere Kurtis, Klausis und Klaras geplaudert, die mit KI-Agents in Konfrontation geraten. Ich bat Kapeller um eine Geschichte mit diesen Figuren. Was ich jetzt habe, ist ein Essay, der mir als grundlegendes Arbeitspapier für unsere Vorhaben passend erscheint.
Unsere jüngsten Gespräche und dieser Text haben bei mir eine Umorientierung bewirkt. Ich hielt die KI bisher für ein Werkzeug-System im Kontrast zu menschlicher Intelligenz, also für ein Tool. Eine Art der Maschinenintelligenz. Das ist zu ungenau.
Kapeller: „Ein KI-Agent besitzt alle wesentlichen Merkmale einer selbständigen Person und ist nur dann von einer solchen unterscheidbar, wenn wir vorher wissen, dass es ein Agent ist. Behandeln wir ihn auch angemessen!“ Das mag provokant klingen, aber wir müssen uns diese Entwicklung genauer ansehen.
+) Der Kapeller-Text bei Art Challenge: „Aivolution“
+) Archipel: Notizen