Mit diesem Begriff – Endorphin-Maschine – meine ich leblose Gegenstände, zu denen man vielfältige emotionale Beziehungen haben kann.

Eine der Optionen geht in Richtung „Speed Demon“ und hoch drehende Motoren. Eben noch war es das Pferd, auf dessen Rücken die Menschen außergewöhnliche Tempoerfahrungen machen konnten. Das hat sich gründlich geändert.
Das spezielle Ensemble
Die historische Steyr-Daimler-Puch AG ergab sich erst einmal aus der Fusionen der Oeffag (Austro-Daimler) mit der Puchwerke AG. Dieses Konglomerat verband sich schließlich mit Steyr. Ein exemplarisches Stück heimischer Industriegeschichte, zu dem ich nun eine ganze Reihe maßgeblicher Automobile aus nächster Nähe kenne.

Die Endorphin-Maschine handelt am anderen Ende solcher Erzählungen als Metapher von Momenten in einer Werkstatt. Wenn etwa ein Klassiker restauriert wird. Oder es geht dabei um eine Rekonstruktion, wie etwa bei jenem Prototypen (Puch 600-M), den wir Ende 2025 ausgegraben haben. Das hat hier einen speziell österreichischen Zusammenhang.
Das sind vor allem Vorkriegsfahrzeuge. Aber auch Autos der 1970er-und 1980er-Jahre, die mir aus dem Alltag vertraut sind, gehören längst einer versunkenen Ära an. Wir befinden uns längst in einem Sturm technischer Innovationen.

Da wird man die Historie vielleicht ignorieren, um sich auf der Höhe der Zeit zurechtzufinden. Für Leute wie mich ist es aber sehr anregend, wenigstens die letzten 200 Jahre etwas genauer zu kennen. Diese Kenntnis hilft, jene verwirrenden Momente besser zu verstehen, mit denen wir nun die aktuelle Zeitenwende erleben.
Bei „Mythos Puch“ Nr.11 geht es um solche Zusammenhänge und um die „Endorphin-Maschine“. Das entfaltet sich thematisch als ein scheckiges Mosaik. Aber so ist das Thema; voller Wendungen und Irritationen.
+) Mythos Puch Nr. 11 (2026)
+) Mythos Puch (Journal)