Wir haben ein semantisches Problem. Sind unsere Begriffe ausgebleicht und beliebig, wissen wir nicht, worüber wir reden.

Wir haben ein semantisches Problem. Sind unsere Begriffe ausgebleicht und beliebig, wissen wir nicht, worüber wir reden.


Ich hab es an verschiedenen Stellen schon betont. Die Frage „Was ist Kunst?“ halte ich für antiquiert.
Ich finde interessante Möglichkeiten durch die Frage „Wann ist Kunst?“, denn mein Leben in der Kunst läßt mir keine Zweifel: da geht es um sehr dynamische Phänomene. Die Dynamik kommt ganz wesentlich aus dem Wechselspiel zwischen individuellen Prozessen, laufenden Wahrnehmungserfahrungen, gesellschaftlichen Veränderungsschüben und dem jeweiligen Stand der Diskurse über Kunst.
Aber die Kunst! II weiterlesenDer Faschismus zeigt sich unter anderem gerne als folkloristische Kulturschützerei, in der Privatmythologien als „kulturelles Erbe“ behauptet werden.


Ich finde gute Gründe, mich in Debatten für ein relevantes geistiges Leben zu exponieren, weil der Boulevard sehr breit geworden ist.
Auf den Gehsteigen dieses Boulevards wird gerne getuschelt und geraunt, daß man die knappe Aufmerksamkeitsspanne der Menschen berücksichtigen müsse, nicht über Gebühr strapazieren dürfe. Also möge vieles kurz gefaßt und plakativ sein, unterhaltsam sowieso.
Ist das so? Das ist schon okay, so lange Proponenten dieser Lebensart nicht an mir herumzerren. In einer Demokratie muß es einem frei stehen, die knackige Unterhaltung zu bevorzugen. Der Circus Maximus hat nie geendet.
Aber die Kunst! weiterlesenEs hat den Anschein, als sei diese Empfehlung dem Umgang mit dem Faschismus gewidmet, aus der Erfahrung entstanden, daß er Verbrechen gebiert.

Ich hab bezüglich der „Trefferei“ eben die Pause-Taste gedrückt. Was bedeutet das?

Ich finde die neuen Erscheingsformen des Faschismus insofern imposant, als da erhebliche Kulturarbeit gelungen ist.

Als die „Trefferei“ gegründet und etabliert wurde, hatte man sie Themen wie Liebe, Freiheit und Demokratie gewidmet.

Sehr geschätzter Herr Martin Krusche!
Hornischer antwortet weiterlesen
Es gibt inzwischen hinter den Kulissen Reaktionen auf meine Rechtsruck-Glossen. Dabei ich die Frage, warum ich jene Kolumne eingeführt hab.
Ich staune ein wenig über diese Frage. Wie sollte ich mir denn eine offene Gesellschaft ohne öffentlichen Diskurs vorstellen?
Natürlich bin ich dabei auch gleich beim Thema „anschütten“. Das läßt sich doch leicht klären. Mein Hauptkriterium: Verkünden oder begründen?
Rechtsruck im Kulturbetrieb #5: Wozu diese Kolumne? weiterlesen